Call for Papers – 1/2026 «Sprache»
Die Sprachenvielfalt ist ein zentraler Bestandteil der nationalen Identität der Schweiz. Die Mehrsprachigkeit ist ein Grundprinzip der Verfassungsordnung und garantiert die gleichberechtigte Vertretung und Teilhabe der verschiedenen Gemeinschaften. Diese Vielfalt bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich: Wie lassen sich Einheit und Pluralität miteinander vereinbaren, wie kann die Gleichberechtigung und der Fortbestand der Minderheitensprachen gewährleistet und der nationale Zusammenhalt gewahrt werden, ohne dabei die regionalen Identitäten zu beeinträchtigen? Diese Herausforderungen gehen über die Schweiz hinaus: Auf europäischer und internationaler Ebene werfen der Schutz von Regional- oder Minderheitensprachen, das sprachliche Gleichgewicht in multinationalen Institutionen und die Gefahr der Vereinheitlichung ebenfalls wichtige Fragen auf. Wir laden Sie ein, in dieser Ausgabe zu untersuchen, wie das Recht einen geeigneten Rahmen bietet, um über die Zusammenhänge zwischen Sprachen, Identität und Staatsbürgerschaft in einem föderalen Staat und in einer globalisierten Welt nachzudenken.
Als Anregung für einen Artikel in der Ausgabe «Sprache» seien folgende Themenbereiche genannt:
- Grundlegende Sprachrechte und internationaler Schutz
- Sprache als immaterielles Kulturerbe
- Mehrsprachigkeit im Schweizer Rechtssystem
- Sprache und Zugang zur Justiz oder zur öffentlichen Verwaltung / Sprache in der öffentlichen Verwaltung
- Sprache und Bildung (Zweisprachigkeit, Immersion, Minderheitensprachen)
- Sprache und Meinungsfreiheit
- Sprache und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
- Sprache und Digitalisierung (KI, maschinelle Übersetzung, Online-Sichtbarkeit)
- Sprache und Arbeitsrecht
Neben Aufsätzen zu diesem Schwerpunktthema oder themenunabhängigen Beiträgen freuen wir uns auch über die Einreichung von Dissertationszusammenfassungen. Mit dieser Rubrik bietet ex/ante jüngsten Doktor/innen des Rechts eine Plattform, um eine Zusammenfassung ihrer Arbeit an ein breites Publikum zu tragen.
Die Beiträge umfassen 5–12 Druckseiten (20 000–44 000 Zeichen, inkl. Leerschlägen). Ausnahmsweise werden längere Texte akzeptiert. Dissertationszusammenfassungen sollten in der Regel nicht mehr als 5 Druckseiten (ca. 20 000 Zeichen) umfassen.
ex/ante-Preis
ex/ante verleiht jährlich einen Preis für den besten Aufsatz. Mit der Einreichung eines Beitrages für unsere nächste Ausgabe nehmen Sie automatisch an diesem Wettbewerb teil und erhalten dadurch die Chance auf eine Auszeichnung und ein kleines Preisgeld.
Einreichen von Artikeln
Die Eingabe von Artikeln erfolgt über die Onlineplattform von ex/ante.
Beiträge sind spätestens bis am 5. Januar 2026 einzureichen, Dissertationszusammenfassungen bis am 2. März 2026.
Eine Ankündigung der Beiträge (Exposé mit Titel und kurzer Inhaltsangabe) ist erwünscht, um thematische Überschneidungen vermeiden zu können. Bei Fragen steht die Schriftleitung für eine kurze Besprechung des Exposés zur Verfügung. Unangekündigte Einreichungen sind jedoch ebenfalls möglich.
Alle eingereichten Artikel haben den Autor/innenrichtlinien von ex/ante zu entsprechen. Sie finden diese zusammen mit den genaueren Informationen zum Publikationsprozess auf unserer Webseite.
Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge!
Die Herausgeberschaft